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Beiträge zur Geschichte  









Zeittafel 1965

27. 01.: Die Subversive Aktion tritt in West-Berlin dem SDS bei.

28. 02.: Rudi Dutschke wird in den politischen Beirat des West-Berliner SDS gewählt. Damit hat die antiautoritäre Richtung im SDS Fuß gefasst.

07.05. Studenten protestieren gegen Aufrechterhaltung des Hausverbots für Erich Kuby, der an einer Podiumsdiskussion teilnehmen wollte.
[Der "Jouranalist Erich Kuby hatte 1958 in einem Referat erklärt, dass der Name "Freie Universität" ein äußerstes Maß von Unfreiheit ausdrücke. Durch die Worte "Freie Universität" werde eine innere antithetische Bindung an die andere unfreie Universität jenseits des Brandenburger Tores fixiert." (G. Dutschke, Wir hatten ein barbarisches, schönes Leben, S. 98) Seit dieser Zeit hat Kuby Hausverbot an der FU-Berlin.]

Uwe Bergmann beschreibt die Situation und die Folgen an der FU-Berlin

10.-18. 05.: Proteste gegen das Redeverbot des Journalisten Erich Kuby. Die ersten Aktionen beginnen in Berlin und richteten sich gegen undemokratische Maßnahmen der Universitätsverwaltung der FU.

18. 05.: Die Studenten des Otto-Suhr-Instituts der FU organisieren einen der ersten Streiks.

30. 05.: Der SDS und andere Gruppen organisieren in Bonn den Kongress „Demokratie vor dem Notstand“ als Protest gegen die geplanten Notstandgesetze.

01. 07.: 10.000 Studenten protestieren in West-Berlin gegen den Bildungsnotstand.

August: Das Buch von Frantz Fanon "Die Verdammten dieser Erde" über die algerische Revolution erscheint. Es zählt zu den Schlüsselwerken der APO.

Oktober: SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt. Rudi Dutschke wird in den Bundesvorstand gewählt.

13.-17. 12.: Der West-Berliner SDS sammelt bei einer Vietnamausstellung Geld für das Rote Kreuz Nordvietnams und den Vietkong.

Dezember: Der Springer-Konzern startet eine pro-amerikanische Vietnam-Kampagne, bei der die Berliner Bevölkerung aufgerufen wird, Geld zu spenden, um den Hinterbliebenen der gefallenen Gl's eine Nachbildung der Freiheitsglocke aus Porzellan schicken zu können. Dies wird von dem Berliner Kabarettisten Wolfgang Neuss entsprechend persifliert.








 

GLASNOST, Berlin 1992 - 2017