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Gesellschaft für Kritische Sozial- |
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Veranstaltung der Gesellschaft für kritische Sozial- und Subjektwissenschaft (GfkSuS)
Religion - Moderne - FundamentalismusDie Wiederkehr des Religiösen als (neo-)totalitäres Phänomen
Im Gegensatz zu den linearen Säkularisierungserwartungen und -prognosen der bürgerlich-liberalen Modernisierungstheorien haben sich die religiösen Glaubenssysteme als wirkungsmächtige Instanzen der Weltdeutung und Bewußtseinsformung behauptet. Während die christliche Religion samt ihrer institutionellen Apparate im Zuge vielschichtiger Anpassungsprozesse zu einer relevanten Legitimationsressource der kapitalistischen Herrschaftsstrukturen mutierte, erwies sich z.B. der Islam als reichhaltige Quelle der Inspiration antimodernistischer Bewegungen. Heute, nach dem Ende des Kalten Krieges und seiner bipolaren politischen Struktur und ideologischen Semantik (Kapitalismus/realer Sozialismus), ist eine kulturübergreifende Reaktivierung religiös fundierter Bewegungen als Abwehrreaktion auf die globale Durchdringungsmacht des elektronischen Kapitalismus zu konstatieren. Einerseits gegen die kapitalistisch bestimmte Moderne gerichtet, erweisen sich die aktuell anwachsenden fundamentalistischen Strömungen im Protestantismus, Katholizismus, Islam, Judentum, Hinduismus und Buddhismus bei näherer Betrachtung als ernst zu nehmendes (neo-)totalitäres Phänomen. Spätestens mit den Terroranschlägen in den USA am 11.09.2001 ist der religiöse Fundamentalismus als weltpolitisch wirksamer Faktor in den (verängstigten) Bewußtseinshorizont der westlichen Öffentlichkeit getreten.
Angesichts dieser Entwicklungstendenzen sollen auf der Veranstaltung folgende Fragen behandelt werden:
Haus der Demokratie in 10405 Berlin, |
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