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  Geschichte   

 


Kapitel VIII

Die Dresdner Bank heute

Die Dresdner Bank, wie sie in den vorhergehenden Kapiteln beschrieben ist, und die Dresdner Bank von heute sind sich in ihrer Grundstruktur und den Grundsätzen ihrer Geschäftspolitik sehr ähnlich. Immer noch kontrolliert sie einen Großteil des Vermögens in Deutschland. Soweit es ihr möglich war, hat sie das Netz von Filialen und Affiliationen beibehalten, das so gute Dienste beim Aufbau der Nazi-Kriegsmaschinerie geleistet hat. Zu einem großen Teil führen dieselben Leute, die die Bankgeschäfte für das nationalsozialistische Deutschland abwickelten, auch heute die Geschäfte. Die Bandbreite ihrer Tätigkeit ist zwar durch die wirtschaftlichen Bedingungen und die Kommunikationsschwierigkeiten im besetzten Deutschland eingeschränkt, aber die Grundstruktur einer Universalbank ist unverändert erhalten geblieben. Unmittelbar nachdem die Grenzen der Besatzungszonen bekannt wurden, leitete die Geschäftsführung der Dresdner Bank Schritte ein, ihre Arbeit im alten Fahrwasser wiederaufzunehmen.

Ein Rundschreiben von Juli 1945 an alle Filialen in den westlichen Besatzungszonen umreißt die Pläne für die weitere Arbeit. In der Einleitung heißt es:

    »Im Zuge der Bemühungen, im sogenannten 'westbesetzten' Teil Deutschlands, d.h. in der amerikanischen, englischen und französischen Besatzungszone, unser Institut für seine Aufgabe in der deutschen Wirtschaft als Großbank wieder voll leistungsfähig zu machen, werden unter dem Namen
    'Zentraldirektion West'
    verschiedene Zentralabteilungen geschaffen, die für alle in dem genannten Gebiet liegenden Niederlassungen - in unseren Rundschreiben künftig kurz als West-Filialen bezeichnet - vorläufig die Funktionen der entsprechenden Büros der Zentrale Berlin ausüben.
    Bis auf weiteres werden die nachstehend genannten Zentralabteilungen ihre Tätigkeit räumlich voneinander getrennt aufnehmen müssen. Die Filialen werden gebeten, die daraus einer zentralen Führung erwachsenden Schwierigkeiten nach Kräften überwinden zu helfen.«
    (Beweisstück 229)

Die Dresdner Bank folgte diesen Direktiven plangemäß, nahm jedoch aufgrund des Zustroms von führenden Vertretern der Bank aus Berlin in die Westzonen einige Veränderungen in der Besetzung des frühen Nachkriegsvorstands vor. Am 7. Dezember 1945 gab man in Hamburg eine Erklärung ab, in der der gegenwärtige Vorstand aufgeführt und seine Funktionen festgelegt waren. Sie besagt:

    »Gemäß der Satzung der Dresdner Bank besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Zur Zeit ist nur Herr Direktor Hölling als aktionsfähiges Vorstandsmitglied im Amt. Im Hinblick darauf, daß unter den derzeitigen Verhältnissen eine praktische Möglichkeit, ein weiteres Vorstandsmitglied zu bestellen, nicht besteht, ist von Seiten des Vorsitzers des Aufsichtsrats die Anregung gegeben worden, die Leitung der Bank in die Hände eines Gremiums zu legen, das aus dem amtierenden Vorstandsmitglied und den vier vorhandenen A-Direktoren der Bank bestehen soll.

    Über die Verwirklichung und nähere Ausgestaltung dieses Planes haben zwischen den Unterzeichneten Besprechungen stattgefunden, die zu folgendem Ergebnis geführt haben: 1. Es wird eine 'Geschäftsleitung' der Bank gebildet, der Herr Direktor Hölling und die vier Herren

      Direktor v. Richter,
      Direktor Rinn,
      Direktor Schleipen,
      Direktor Schobert

    angehören. Aufgabe dieser Geschäftsleitung ist es, die Geschäftsführung der Dresdner Bank anstelle des Gesamt-Vorstandes zu übernehmen.

    2. Gegenstand der Beschlußfassung der Geschäftsleitung sind grundsätzlich alle Geschäftsvorfälle, die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung der Entscheidung des Vorstandes der Dresdner Bank unterliegen.«
    (Beweisstück 230)

Sie ist unterzeichnet von Richter, Rinn, Schleipen und Schobert. Die gegenwärtige Geschäftsleitung betrachtet also den alten Vorstand und Aufsichtsrat als Träger der Entscheidungsgewalt und fühlt sich vorrangig den früheren Aktionären gegenüber verantwortlich.

Sie setzt die zentralisierte Tätigkeit der Bank fort, die alle Aspekte der Führung einer Bank umfaßt einschließlich der Personaldisposition, der Bewilligung von Darlehen, des interzonalen Effektenhandels und so weiter.

Um diese Arbeit erfolgreich lenken zu können, hat die gegenwärtige Geschäftsleitung drei Büros eingerichtet: in Hamburg die Zentralstelle Hamburg zur Leitung aller Filialen in der britischen Zone, in Frankfurt/Wiesbaden die Zentraldirektion West für die amerikanische und die französische Zone und einen Verbindungsstab in Beckum in der britischen Zone. Im Bericht über ein Treffen der Zentraldirektion West, das am Sonntag, dem 20. Januar 1946 in Wiesbaden stattfand und an dem Schobert, Schleipen und Goetz (Vorsitzender des alten Aufsichtsrats, zu dieser Zeit unter Hausarrest) teilnahmen, heißt es:

    »1.) Herr Schleipen berichtete, daß die bisherige Zentraldirektion West Beckum in »Verbindungsstab Beckum« umbenannt worden sei, und zwar auch mit Geltung für die amerikanische und französische Zone, weil amerikanischerseits Wert darauf gelegt wird, daß keine Einflußnahme aus der englischen Zone auf die in der amerikanischen Zone tätige Geschäftsleitung erfolgt, was in der bisherigen Bezeichnung zum Ausdruck kam. Es sind jedoch Bedenken gegen die Bezeichnung »Verbindungsstab« entstanden, weil diese Bezeichnung aus dem militärischen Sprachgebrauch entnommen ist und zu diesbezüglichen Mißverständnissen Anlaß gibt, was auch daraus zu ersehen ist, daß die Post des Verbindungsstabes fast stets von der Zensur kontrolliert wird. Es wäre daher wünschenswert, eine andere, nichtmilitärisch klingende Bezeichnung zu wählen. Über eine passende Benennung werden noch Überlegungen angestellt.

    2.) Es wird festgestellt, daß es unzweckmäßig wäre, die Bearbeitung der unsere ehemaligen ausländischen Affiliationen betreffenden Angelegenheiten bei der Zentraldirektion West in Wiesbaden bzw. Frankfurt a. M. zu konzentrieren, wie das ursprünglich von Herrn Direktor Lange vorgeschlagen worden war. Es sollen daher die Westaffiliationen (Continentale Bank, Brüssel, Handelstrust, Amsterdam, Internationale Bank, Luxemburg) in Beckum bearbeitet werden unter Leitung von Herrn Dr. Entzian, dem Herr Paul beigegeben wird, während die Angelegenheiten der Ostaffiliationen in Hannover betreut werden unter Leitung von Herrn Dr. Wartisch, zu dem Herr Repke kommen soll. Hierdurch wird erreicht werden, daß die Bearbeitung in den Händen von Herren bleibt, die aus ihrem früheren Geschäftsbereich die Angelegenheiten kennen.«
    (Beweisstück 231)

Es ist interessant, daß die derzeitige Führung der Dresdner Bank annimmt, sie könne den US-Richtlinien zur Dezentralisierung des Bankwesens durch formale Namensänderungen ihrer Verwaltung genügen.

Daß man die Trennung der Besatzungszonen nur als geringfügiges Hindernis ansah, geht sehr deutlich aus einer Erklärung von Hans Rinn hervor, Mitglied der Geschäftsleitung der Dresdner Bank, der kürzlich entlassen und wegen Verstoßes gegen die Gesetze Nr. 8 und Nr. 52 angeklagt wurde.

    Er schrieb am 10. Januar 1946:

    »Wie Sie sicherlich dort erfahren haben, hat sich hier im Westen eine gewisse Trennung zwischen der englischen Zone einerseits und der amerikanischen und französischen Zone andererseits herausgebildet, bedingt durch die Verordnungen der einzelnen Militärregierungen. Es ergibt sich hieraus die Notwendigkeit, daß wir u.a. auch für die Personal-Bearbeitung der amerikanischen Zone eine neue Stelle schaffen, ähnlich wie dies in Hamburg für die englische Zone bereits erfolgt ist. Beide Stellen arbeiten jedoch nach wie vor nur in engen Kontakt mit der in Beckum domizilierenden Personaldirektion. Trotzdem ergeben sich aber für eine solche Stelle gerade in der amerikanischen Zone, zumal ja Beckum in der englischen Zone liegt, gewisse größere Aufgaben.

    Es ist nun, wie Sie sich denken können, nicht sehr leicht, hierfür die geeigneten Persönlichkeiten zu finden. Ich habe nun dabei an Sie gedacht und möchte Sie hiermit fragen, ob Sie Lust hätten, nach Frankfurt zu kommen, um von dort die personellen Belange der in der amerikanischen und französischen Zone gelegenen Filialen zu behandeln. Was die ganze Konstruktion hier im Westen anbelangt, so wissen Sie ja wohl, daß für die englische Zone Herr Hölling in Hamburg und Herr Schleipen in Beckum und wahrscheinlich auch Herr v. Richter zuständig sind. Was nun die amerikanische Zone anbelangt, so bin ich dort bereits seit Juni d. Js. nach Prüfung von den Amerikanern schriftlich bestätigt worden und ich hoffe, daß auch Herr Schobert einen gleichen o.k.-Vermerk bekommt. Es würden alsdann Herr Schobert und Herr Schleipen für diese Zone verantwortlich zeichnen. Selbstverständlich bleiben wir in engster Fühlungnahme mit den Herren der englischen Zone, so z. B. befinde ich mich z. Zt. zwecks Besprechungen aller einschlägigen Fragen hier in Hamburg.« (Beweisstück 232)

Obwohl die Dresdner Bank in der Sowjetzone geschlossen ist`, arbeitet in Hannover eine besondere Stelle, die Verbindungsstelle Ost:

    »Für die Bearbeitung aller Fragen, welche die in der russisch besetzten Zone liegenden Stellen unserer Bank betreffen, haben wir die Verbindungsstelle Ost in Hannover (Adresse Dresdner Bank Filiale Hannover) eingerichtet.«
    (Beweisstück 233)

Eine der Hauptaufgaben der derzeitigen Geschäftsleitung ist die Wiedereinstellung des alten Personals der Dresdner Bank, wobei sie die Diskrepanzen in der Entnazifizierungspolitik der Alliierten ausnutzt, um Leute von einer Zone in die andere zu schmuggeln.

Ein einschlägiger Fall findet sich im oben erwähnten Beweisstück 231:

    »10.) Ferner teilt Herr Schleipen mit, daß in der Angelegenheit Reck der englische Finanzoffizier, der Herrn Reck für die Mitarbeit in Beckum zugelassen hat, sich nicht nach der amerikanischen Entscheidung richtet, derzufolge Reck zu entlassen ist.« (Beweisstück 23 1, S. 2)

Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, daß die Dresdner Bank solche Männer übernimmt, die nach 1938 mit der Leitung und Durchführung ihrer Tätigkeit in den Satellitenstaaten und besetzten Gebieten Europas betraut waren.

Dr. J. Entzian, führender Vertreter der Continentalen Bank in Belgien, ist gegenwärtig Leiter der Auslands-Abteilung im Verbindungsstab in Beckum. Leonhard Stitz-Ulrici, dessen Arbeit für die Dresdner Bank in der Tschechoslowakei in einem anderen Kapitel behandelt wurde, ist zur Zeit bei der Dresdner Bank in Frankfurt/M. angestellt. Dr. Anspach, der zu den Hauptrepräsentanten der Dresdner Bank in der Slowakei und in Polen gehörte, ist bei der Zentraldirektion West Frankfurt/Wiesbaden für Kreditangelegenheiten verantwortlich.

Es ließen sich weitere Beispiele dieser Art anführen.
Die Statistiken über die Entnazifizierung des Personals bei der Dresdner Bank, die die Frankfurter Filiale vorlegte, weisen bis zum 20. Februar 1946 319 Entlassungen auf, worunter 39 Filialleiter waren (Beweisstück 234). In der französischen Besatzungszone sind bis auf eine Ausnahme - ein Name erscheint in der Liste der gegenwärtigen Filialleiter (Beweisstück 235) nicht mehr - noch alle Filialleiter der Dresdner Bank von 1944 im Amt.

Die zentralisierte Tätigkeit der Bank erstreckt sich auf Kreditbewilligungen an Firmen in der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszone, wodurch die derzeitige Geschäftsleitung die Möglichkeit erhält, die Finanzierung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus in diesen Gebieten in hohem Maße zu bestimmen.

Die Sitzungsprotokolle der Geschäftsleitung vom 4.Januar 1946 enthalten Unterlagen über Kredite zwischen 500.000 und 3.000.000 Reichsmark, die jeweils neun Firmen in der britischen Zone gewährt wurden, und über Kredite zwischen 100.000 und 500.000 Reichsmark, die an zwölf Unternehmen im gleichen Gebiet gingen. Dieselbe Versammlung beschloß Darlehen für die anderen Zonen, wobei sie die französische und die amerikanische Zone als Einheit behandelte und Firmen ungeachtet ihrer Zonen-Zugehörigkeit Kredite bewilligte. In der französischen und amerikanischen Zone waren dies vier in einer Höhe zwischen 500.000 und 5.000.000 Reichsmark und neun zwischen 100.000 und 500.000 Reichsmark (Beweisstück 236).

Dasselbe Beweisstück wirft ein interessantes Licht auf das Ausmaß, in dem die Geschäftsleitung der Dresdner Bank Kontrolle über Industrieunternehmen ausübt. Dies ist ja gerade eines der Hauptmerkmale, das die Großbanken zu einer so hochkonzentrierten Wirtschaftsmacht werden ließ. In dem betreffenden Fall geht es um eine Äußerung, die die Geschäftsleitung der Bank in Verbindung mit der Bewilligung einer Anleihe von 1,5 Millionen Reichsmark an die NSU-Werke AG Neckarsulm (Französische Zone) machte:

    »Da der Vorstand (von NSU, Zusatz Ermittlungsbericht) entlassen ist, sind die notwendigen Maßnahmen zur rentablen Weiterführung des Betriebes von uns eingeleitet.«
    (Beweisstück 236)

Die wirkliche Bedeutung dieser Aussage wird erst klar, wenn man sie im Zusammenhang mit der Tatsache betrachtet, daß die Dresdner Bank auf der letzten Hauptversammlung der NSU über das Depotstimmrecht insgesamt 6.687.000 Reichsmark oder 84% des gesamten Aktienkapitals von 8.000.000 Reichsmark vertrat.

Die zentrale Leitung ihrer Geschäfte in den drei Westzonen war der Hauptfaktor, über den die Dresdner Bank ihre Vormachtstellung im gegenwärtigen Effektenhandel begründete.

Hans Rinn, vormals Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter der Börsen-Abteilung bei der Dresdner Bank, schrieb am 19. Januar 1946:

    »Das Geschäft ist so eingelaufen, daß wir ohne Übertreibung sagen können, die Dresdner Bank beherrscht das gesamte Effektengeschäft im Westen und Südwesten. Trotdem wir inzwischen die Herren Cron, Werlein, Brock, Langhof und Heilmeyer eingestellt haben und uns außerdem auch bewährte Frankfurter Mitarbeiter unterstützen können, hat das Geschäft einen solchen Umfang angenommen, daß wir Gefahr laufen, in der Arbeit regelrecht zu ersaufen. Daß bei dem Geschäft selbstverständlich ... per Saldo etwas übrig bleibt, brauch ich Ihnen wohl, da Sieja unsere Geschäftsmethoden von Berlin her kennen, nicht besonders zu betonen. Bei der heutigen schwierigen Lage der Bank müssen wir ... alles daran setzen, um die Gewinn- und Verlust-Rechnung, soweit es irgendwie geht, in positivem Sinn zu beeinflussen.« (Beweisstück 237)

Welches Handelsvolumen die Frankfurter Filiale mit Wertpapieren erreichte, läßt sich aus ihren eigenen Unterlagen ersehen. In der Zeit vom 1. Januar bis 28. Februar 1946 kaufte sie Effekten im Nennwert von 3.445.200 Reichsmark von Privatpersonen oder anderen Banken.

In Anbetracht der Tatsache, daß Wertpapiere im allgemeinen in Hamburg, wo die Zentralstelle der Dresdner Bank saß, höher notiert waren, nimmt es nicht wunder, wenn ein wesentlicher Teil der Effekten von Frankfurt nach Hamburg gelangte. Im selben Zeitraum, vom 1. Januar bis zum 28. Februar 1946, verkaufte die Frankfurter Filiale der Dresdner Bank Wertpapiere im Nennwert von 983.800 Reichsmark nach Hamburg.

Gegen die dortige Filiale wird zur Zeit wegen des Verstoßes gegen das Gesetz 55 der US-Militärregierung ermittelt, wonach der Handel mit I.G. Farben-Aktien nach dem 29.Januar 1946 verboten ist. Sie hat noch nach diesem Stichtag I.G. Farben-Aktien im Wert von 170.000 Reichsmark an Hamburg abgeliefert. Noch am 27. Februar lieferte sie I.G. Farben-Aktien im Wert von 2.000 Reichsmark an die Mainzer Filiale (Beweisstück 238).

Die Dresdner Bank ist auch heute noch eine große Bank. Die Unterlagen, die in den letzten Kriegstagen verlorengingen, sind noch nicht wieder vollständig rekonstruiert worden. Nach Schätzungen der Bank jedoch beliefen sich die Aktiva, die zum 31. Dezember 1946 von der Geschäftsleitung verwaltet wurden, auf 3,81 Milliarden Reichsmark. Davon waren 1,45 Milliarden Reichsmark in der amerikanischen Zone, 2,1 Milliarden Reichsmark in der britischen und 260 Millionen Reichsmark in der französischen Zone (Beweisstück 234).

Die Bank betreibt zur Zeit insgesamt 128 Filialen in den drei Westzonen, wovon 15 in der französischen liegen, 73 in der britischen und 40 in der amerikanischen. In allen drei Westzonen zusammen beschäftigt sie ungefähr 2.800 Angestellte (Beweisstück 234).

Die Männer, die heute die Bank leiten, hatten in der alten Dresdner Bank verantwortliche Positionen inne. Sie trugen zur Formulierung und Durchführung ihrer Geschäftspolitik unter dem Nazi-Regime bei.

In Anbetracht der vorliegenden Untersuchung über die Dresdner Bank kann solchen Leuten keinerlei Verantwortung bei der Gestaltung und Beeinflussung der wirtschaftlichen und finanziellen Zukunft im heutigen Deutschland übertragen werden.

Aus: Ermittlungen gegen die Dresdner Bank - 1946 -, herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger, verlegt bei Franz Greno, Nördlingen 1986.



 




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