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Rudi Dutschke über die Focus-Theorie von Che

"... Der Kampf der Vietkong oder der MIR in Peru sind unsere Kämpfe, müssen bei uns tatsächlich über rationale Diskussion und prinzipiell illegale Demonstrationen und Aktionen in bewußte Einsicht umfunktionalisiert werden - eine riesige, fast unlösbare Aufgabe." In dieser Diskussion wird auch die Frage nach den veränderten Bedingungen für politische Praxis im Spätkapitalismus diskutiert. Erstmalig wird versucht, die Focus-Theorie von Che Guevara für die politische Praxis hier zu gewinnen. Die Frage lautete: Wie und unter welchen Bedingungen kann sich der subjektive Faktor als objektiver Faktor in den geschichtlichen Prozeß eintragen? Guevaras Antwort für Lateinamerika war, daß die Revolutionäre nicht immer auf die objektiven Bedingungen für die Revolution zu warten haben, sondern daß sie über den Focus, über die bewaffnete Avantgarde des Volkes die objektiven Bedingungen für die Revolution durch subjektive Tätigkeit schaffen können.

Quelle: Bergmann, Dutschke, Lefèvre, Rabehl: Rebellion der Studenten oder Die neue Opposition, S. 69, Rowohlt 1968




 




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