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1992-05-30

UN-Jugoslawien-Resolution vom 30.05.1992

Der Weltsicherheitsrat verabschiedete am 30. Mai 1992 zu Jugoslawien folgende Resolution (737), die hier auszugsweise wiedergegeben wird:

   ...
    - "die Entscheidungen unter Kapitel VII der UNO-Charta zu stellen und 
      damit für alle Mitgliedstaaten bindend zu machen;
    
    - die Machthaber in Serbien und Montenegro einschließlich der 
      Jugoslawischen Volksarmee dafür zu verurteilen, daß sie sich nicht an
      die bisherigen UNO-Beschlüsse gehalten haben;
    
    - alle Staaten zu verpflichten,
    (a)  alle Einfuhren aus Serbien/Montenegro zu verhindern,
    (b)  alle Aktivitäten ihrer Bürger oder auf ihrem Territorium zu 
         verhindern, die Importe aus Restjugoslawien ermöglichen,
    (c)  alle Lieferungen von ihrem Territorium aus oder mit Hilfe ihrer 
         Flugzeuge oder Schiffe nach Serbien/Montenegro zu verhindern, 
         ausgenommen Medikamente und Nahrungsmittel;
    
    - alle finanziellen Transkationen nach Serbien-Montenegro zu 
      verhindern, ausgenommen aus humanitären Gründen;
    
    - allen Flugzeugen mit Start oder Ziel Serbien/Montenegro die 
      Start- Lande- oder Überflugsgenehmigungen zu verweigern und 
      Dienstleistungs- oder Wartungsmaßnahmen für dort registierte 
      Flugzeuge zu verhindern;
    
    - alle Staaten zu verpflichten,
    (a)  das Personal der diplomatischen und konsularischen Vertretungen 
         der Bundesrepublik Jugoslwaien (Serbien und Montenegro) 
         "beträchtlich" zu reduzieren,
    (b)  die notwendigen Schritte zu unternehmen, damit Personen oder 
         Gruppen, die Jugoslawien repräsentieren, nicht an 
         Sportveranstaltungen auf ihrem Gebiet teilnehmen können,
    (c)  jede wissenschaftliche technische Kooperation und jeden 
         kulturellen Austausch zu verhindern,
    
    - alle Parteien aufzufordern, eine Sicherhetiszone für Sarajevo und 
      dessen Flughafen zu schaffen, um die Sicherheit der Bevölkerung 
      wieder herzustellen und den Zugang für humanitäre Aktionen zu 
      öffnen."
 

Quelle: Neues Deutschland, 01.06.1992, S. 4




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